Trotzphase: So reagieren Sie richtig

Ihr Kind liegt schreiend auf dem Supermarktboden, weil die Banane falsch geschält ist. Willkommen in der Autonomiephase. Sie beginnt meist zwischen 18 Monaten und zwei Jahren und klingt um das vierte Lebensjahr ab. Das Kind merkt, dass es einen eigenen Willen hat, sein Gehirn kann die großen Gefühle aber noch nicht steuern.
Ein Wutanfall ist also kein Machtkampf. Ihr Kind hat die Kontrolle verloren und braucht Ihre Ruhe.
Sieben Tipps für den Wutanfall
- Ruhig bleiben. Atmen Sie aus, bevor Sie reagieren.
- Sicherheit schaffen. Dinge wegräumen, Kind nicht allein lassen.
- Gefühl benennen. „Du bist wütend, weil die Banane kaputt ist.“
- Nicht diskutieren. In der Wut hört Ihr Kind keine Argumente.
- Nähe anbieten. Manche Kinder wollen gehalten werden, andere Abstand.
- Grenze halten. Bleiben Sie beim Nein, wenn es wichtig ist.
- Danach versöhnen. Eine Umarmung, keine Predigt.
So kommt es seltener zum Ausbruch
- Hunger und Müdigkeit im Blick behalten.
- Zwei Wahlmöglichkeiten geben: rote oder blaue Jacke?
- Übergänge ankündigen: „Noch zweimal rutschen, dann gehen wir.“
- Kleine Aufgaben geben, zum Beispiel beim Tischdecken.
Wann Sie Hilfe suchen sollten
Sprechen Sie mit der Kinderärztin, wenn Ihr Kind sich häufig selbst verletzt, die Wutanfälle sehr lang sind oder nach dem fünften Geburtstag nicht abnehmen. Erziehungsberatungsstellen helfen kostenlos, auch wenn Sie selbst am Ende Ihrer Kräfte sind.

Das Team von Meine Kinder & Ich schreibt seit 2019 für Eltern und prüft Beträge, Fristen und Empfehlungen an den offiziellen Quellen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Trotzphase?
Meist von etwa zwei bis vier Jahren, mit deutlichem Auf und Ab.
Soll ich mein Kind beim Wutanfall ignorieren?
Nein. Bleiben Sie in der Nähe, ohne viel zu reden.